Über eine negative Auswirkungen des Chancengleichheitsgesetzes (ChG) informierten am Dienstag, 9. Februar, Günther Miniberger als Leiter der Strada –UserInnenorganisation im Beisein von pro mente OÖ- Vorstandtsvorsitzendem Werner Schöny und Michael Bach als dessen Stellvertreter den Landeshauptmann Josef Pühringer.
Die Arbeit in einer Tagesstruktur kann zu finanziellen Problemen führen. Die Betroffenen wehren sich.
Bei der Wohnbeihilfe entsteht durch das neue ChG für viele TeilnehmerInnen der Tagesstruktur ein erheblicher Nachteil, weil das bisherige Taschengeld, etwa für die Arbeit im Wäscheservice, nun als Einkommen mitgerechnet wird. "Das geht in einzelnen Fällen soweit, dass die Wohnung nicht mehr leistbar ist", warnte Günther Miniberger, Leiter von Strada, der UserInnenorganisation bei pro mente OÖ. Als demokratisch gewählte VertreterInnen engagieren sich hier Betroffene für Betroffene, die ein psychosoziales Angebot von pro mente OÖ nutzen.
Miniberger wies auf eine weitere unerwünschte Nebenwirkung des ChG hin: Ab einer bestimmten Einkommens- oder Vermögensgrenze müssen Betroffene für ihr Tätigsein in der Tagesstruktur dazuzahlen. "Das hat in manchen Fällen bereits zur Abmeldung geführt. Die Arbeit in einer Tagesstruktur ist aber wichtig, um die psychische Gesundheit zu verbessern", sagte der Strada-Leiter. Der Landeshauptmann zeigte Verständnis für die Probleme, wies aber auf die angespannte Lage der Finanzen des Landes hin und ersuchte um Unterlagen, die das Ausmaß des Problems darlegen. Diese Daten werden jetzt von pro mente OÖ erhoben. Weitere Gespräche mit den zuständigen Landesräten sind bereits geplant. (lachmair/go; foto: TS-Gmunden Wasch- und Bügelservice)
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