04.09.18: im fokus pro mente oö

"Aktion 20.000" - Ein gelungenes projekt im traunviertel-Salzkammergut

"Eine Win-win-Situation für alle Seiten!", sagt Regionalleiter Hans Neußer-Harringer.
"Eine Win-win-Situation für alle Seiten!", sagt Regionalleiter Hans Neußer-Harringer.

Wie erfolgreich die Aktion 20.000 - ein Programm zur Förderung älterer Langzeitarbeitsloser - in der Region Traunviertel-Salzkammergut läuft, davon erzählen Regionalleiter Mag. Hans Neusser-Harringer und zwei TeilnehmerInnen der Aktion in folgendem Bericht:

 

"Der Regionalleitung ist es gelungen, gemeinsam mit den regionalen Geschäftsstellen des AMS Vöcklabruck und Gmunden, vier zusätzliche Dienstverhältnisse über die Aktion 20.000 an den Standorten der Region zu installieren.

 

Im Februar bzw. März 2018 starteten 2 Frauen und 2 Männer den Wiedereinstieg ins Arbeitsleben bei pro mente OÖ in unserer Region. Bei einem Mitarbeiter zeigte sich innerhalb kürzester Zeit, dass der Arbeitsweg von Laakirchen nach Bad Ischl bzw. Bad Goisern mit öffentlichen Verkehrsmitteln zeitlich nicht zu schaffen war. Das Dienstverhältnis konnte daher leider nicht fortgesetzt werden. Die drei anderen MitarbeiterInnen fanden sich nach einer längeren Einarbeitungszeit sehr gut in die neuen Arbeitsprozesse ein.

 

Durch diese zusätzlichen MitarbeiterInnen im Büro der Suchtberatung Vöcklabruck und in der Fähigkeitsorientierten Aktivität im Bezirk Gmunden konnten die Leistungsangebote für die KlientInnen gut gesichert werden.


Bis zum 30. Juni 2019 können somit die neuen MitarbeiterInnen reguläre Dienstzeiten, Einkommen  und Versicherungszeiten erwerben und eine sinnstiftende Tätigkeit ausüben. Ob eine Weiterbeschäftigung bei pro mente OÖ möglich sein wird, hängt von vielen Faktoren und im Besonderen von den Entwicklungen der politischen Finanzplanungen für das Sozialressort des Landes OÖ ab", meint Hans Neußer-Harringer abschließend.

 

Eine sinnstiftende Beschäftigung ist wichtig. Bild: Fotolia
Eine sinnstiftende Beschäftigung ist wichtig. Bild: Fotolia

TeilnehmerInnen-Stimmen

"Durch die Aktion 20.000 hat sich bei mir viel verändert", erzählt Adela B., eine Teilnehmerin. "Ich bin raus aus der Langzeitarbeitslosigkeit und habe wieder ein geregeltes Einkommen. Das gute Arbeitsklima und die vielen netten KollegInnen, die ich kennen gelernt habe, bauen mich sehr auf. Außerdem ist die Arbeit im Minimarkt vielseitig, ich lerne immer etwas Neues dazu und auch das macht Spaß. Natürlich habe ich Angst um meine weitere Zukunftsperspektive, weil die Beschäftigung nur befristet ist."


Auch Michael W. ist froh darüber mit angenehmen KollegInnen in den Einrichtungen in Gmunden und Bad Ischl zu arbeiten. Arbeit für das Gemeinwesen ist für ihn ein wichtiger Baustein, der für das Funktionieren der Gesellschaft unerlässlich ist. "Ich war bereits in der Vergangenheit in Deutschland lange für das Gemeinwesen in der Jugendarbeit tätig – sowohl hauptamtlich als auch ehrenamtlich und ich bin der Überzeugung, dass diese Arbeit eigentlich unbezahlbar ist.

Durch die integrative Arbeit leistet pro mente OÖ einen wichtigen Beitrag dafür, dass Menschen mit entsprechendem Bedarf eine individuelle Betreuung und Hilfestellungen erhalten und Beschäftigung finden. Jede/r ist ein gleichwertiger aktiver Bestandteil der Gesellschaft. Durch meine Mitarbeit bei pro mente OÖ leiste nun auch ich einen kleinen Beitrag dazu!"