16.04.18: "Erste Hilfe für die Seele" - pro mente Austria veranstaltete Tagung mit hochkarätigen Referenten

Am 12. April fand im Linzer Ursulinenhof die Fachtagung "Erste Hilfe für die Seele – Von der Nächstenhilfe bis zur professionellen Krisenintervention“ statt. Das Interesse war groß, mehr als 400 TeilnehmerInnen aus dem Sozial- und Gesundheitsbereich, Betroffene und viele MitarbeiterInnen von pro mente Austria Mitgliedsorganisationen nahmen an der Tagung teil.

 

v.l.n.r.: Prof. Univ.-Doz. Dr. Werner Schöny, Dr. Philipp Blom, Dr.in Magdalena Arrouas, Dr. Günter Klug
v.l.n.r.: Prof. Univ.-Doz. Dr. Werner Schöny, Dr. Philipp Blom, Dr.in Magdalena Arrouas, Dr. Günter Klug

Nationale und internationale Vortragende, wie die Bestseller-Autoren Dr. Philipp Blom und Dr. Wolfgang Schmidbauer informierten über  gegenwärtige gesellschaftliche Herauforderungen und darüber, wie  Menschen in Krisen und auch ihre HelferInnen kompetenter unterstützt werden können.

 

"Obwohl in Österreich jeder 3. Mensch von psychischen Krankheiten betroffen ist, begegnen wir diesen sehr oft mit Rat- und Hilflosigkeit. Betroffene können häufig aus Angst und Scham nicht über ihre Probleme sprechen, was in der Folge zu sozialem Rückzug und Vereinsamung führen kann. pro mente Austria möchte dieser Problematik mit Aufklärung und Hilfe begegnen und hat deshalb das Jahr 2018 unter das Motto "Erste Hilfe für die Seele" gestellt, betonte pro mente Austria-Präsident Dr. Werner Schöny in seiner Eröffnungsrede.

 

Begrüßungsreden und Festansprachen

Nach der Begrüßung durch Dr.in Magdalena Arrouas, der Sektionsleiterin für öffentliche Gesundheit im Gesundheitsministerium, die in  Vertretung von Bundesministerin Mag.a Beate Hartinger-Klein zur Tagung angereist war, hielt der Historiker und Bestseller-Autor Dr. Philipp Blom die Festansprache mit dem Titel „Die Theologie des Einkaufens“ aus seinem aktuellen Buch “Was auf dem Spiel steht.“ Der Psychoanalytiker und ebenfalls erfolgreicher Buchautor Dr. Wolfgang Schmidbauer aus München sprach im Anschluss in seinem interessanten Vortrag über das Helfersyndrom und wieviel Wärme der Mensch braucht.

v.l.n.r.: Univ. Doz. Dr. Karl Dantendorfer, Monika Czamler, Prof. Univ.-Doz. Dr. Werner Schöny, Friederike Hafner, o. Univ. Prof. Dr. Hartmann Hinterhuber, DDr. Susanna Krainz, Dr. Günter Klug, HR Mag. Bruno Wögerer
v.l.n.r.: Univ. Doz. Dr. Karl Dantendorfer, Monika Czamler, Prof. Univ.-Doz. Dr. Werner Schöny, Friederike Hafner, o. Univ. Prof. Dr. Hartmann Hinterhuber, DDr. Susanna Krainz, Dr. Günter Klug, HR Mag. Bruno Wögerer

Hans-Strotzka-Preis

Bei der nachfolgenden Verleihung des Hans-Strotzka-Preises wurden vier Personen ausgezeichnet, die sich speziell in der Sozialpsychiatrie verdient gemacht haben. Die PreisträgerInnen Monika Czamler (Geschäftsfeldleiterin Krisenhilfe OÖ), Frederike Hafner (ehem. Direktorin der Gesellschaft für psychische Gesundheit – pro mente Tirol), DDr. Susanna Krainz (Psychiatriekoordinatorin des Landes Steiermark, Gesundheitsfonds Steiermark) und HR Mag. Bruno Wögerer (ehem. Obmann und Geschäftsführer pro mente Burgenland) nahmen die Auszeichnung von den Laudatoren mit großer Freude entgegen.

Vorträge und Workshops

Der Nachmittag startete mit dem Vortrag "Da kannst du noch lachen? Da musst du noch lachen!" von Uwe Marschner (CliniClowns OÖ)". Univ. Prof. Dr. Christian Haring und MMag. Dr. Verena Leutgeb stellten anschließend die Idee und die Umsetzung von SUPRA Austria und der GO-ON Suizidprävention Steiermark vor. Verschiedene Workshops zu Krisensituationen in unterschiedlichen Arbeitsbereichen bildeten den Abschluss der Tagung. Die MitarbeiterInnen des Kulinarium Linz - ein Cateringservice vom Diakoniewerk Gallneukirchen - sorgten den ganzen Tag über für beste kulinarische Verpflegung.

 

Informationen

Weitere Informationen zur Tagung, Vortragsunterlagen und Fotos finden Sie auf der Homepage von pro mente Austria: Link

 

Einen Artikel mit Verhaltensempfehlungen beim Umgang mit Menschen in Krisensituationen finden Sie im OÖNachrichten-Artikel: Link