wie erkenne ich eine depression?

Eine Depression kann tödliche Folgen haben. Das frühe Erkennen und rasche ärztliche Behandeln sind daher unbedingt notwendig. Wobei nicht jede traurige Stimmung gleich eine Depression sein muss. Erst wenn Symptome wie Antriebslosigkeit, traurige Stimmung, Angst und innere Unruhe, Schlafstörungen und Suizidgedanken mindestens zwei Wochen andauern, spricht man von einer Depression.

 

Das rechtzeitige Behandeln kann Leben retten. Anzeichen einer Depression, die Sie an sich selbst oder an einem Menschen in Ihrer Umgebung bemerken, sollten unbedingt ernst genommen werden. Denn Menschen, die an einer Depression leiden, sind besonders gefährdet, an einem Suizid zu sterben: Neun von zehn Suizidopfern litten an einer psychischen Erkrankung, meist an einer Depression. Daher gilt: Das rechtzeitige Behandeln dieser schweren Erkrankung kann Leben retten. Auf jeden Fall aber kann es unnötiges Leid vermeiden.

 

Die Depression ist eine sehr häufige Erkrankung: Jeder Dritte leidet im Laufe seines Lebens an einer schweren Depression. Die Veränderung des Hirnstoffwechsels ist eine von mehreren Ursachen dafür. Doch diese Erkrankung kann erfolgreich behandelt werden. Vorausgesetzt, sie wird rechtzeitig erkannt.

 

Kann ich mich noch freuen? Fällt es mir schwerer als früher, Entscheidungen zu treffen? Habe ich oft Angst? Kann ich nur mehr schlecht einschlafen? Geht es mir am Morgen schlechter als am Abend? Sind einige dieser Fragen mit „Ja“ zu beantworten, ist unbedingt ein Arzt, eine Ärztin oder eine professionelle Beratungsstelle aufzusuchen. Depressionen treten oft gemeinsam mit körperlichen Beschwerden auf, wie etwa mit Kopfweh und Kreuzschmerzen, Druckgefühlen im Brustraum oder unklaren Herzbeschwerden. Aufgrund dieser Beschwerden wird eine Depression oft nicht gleich erkannt.

 

Depressive Menschen benötigen Verständnis und Unterstützung von ihren Angehörigen, FreundInnen und KollegInnen. Wenn Sie selbst betroffen sind: Suchen Sie so rasch wie möglich ärztliche Hilfe, bei Ihrem Hausarzt oder bei einer Fachärztin für Psychiatrie. Und beachten Sie: Eine Depression ist kein Grund, sich zu verstecken! Nehmen Sie eine vom Arzt, von der Ärztin gestellte Diagnose an und folgen Sie unbedingt den Behandlungsempfehlungen. Eine Depression sollte immer ausreichend lange therapiert werden. Überdies gilt: Reden hilft. Sprechen Sie mit Ihren Angehörigen oder mit anderen Ihnen vertrauten Personen über Ihr Leid.

 

Depression ist eine Krankheit, die gut behandelt werden kann, und keine Schwäche, die man verbergen muss. Es hat daher überhaupt keinen Sinn, Menschen mit Depression aufzufordern, sich „zusammenzureißen“. Ein an Depression Leidender ist weder „schwach“, noch „arbeitsscheu“, sondern schlicht und einfach krank! Depressive Menschen benötigen weniger gut gemeinte Ratschläge, sondern vielmehr Verständnis und Unterstützung.

 

Die Anzeichen einer Depression:

  • Die Stimmung ist andauernd gedrückt
  • Es fehlt an Freude, Interesse und am Antrieb, etwas zu tun
  • Schlafstörungen und Müdigkeit
  • Minderwertigkeits- oder Schuldgefühle
  • Verändertes Essverhalten, das zu Gewichtsverlust oder -Zunahme führt
  • Aggressionen und leichtere Reizbarkeit
  • Vermehrter Alkohol- und Nikotinkonsum
  • Medikamentenmissbrauch
  • Wiederkehrende Todesgedanken