Am 11. Juni 2024 fand im Ursulinenhof Linz die 2. Fachtagung „Fokus Verhaltenssüchte“ der Ambulanz für Spielsucht in Linz statt. Vor Ort als auch im Online-Stream wurden wieder aktuelle Entwicklungen und neue Ansätze rund um das Thema beleuchtet. Im Fokus standen insbesondere die Sozialen Medien, Gaming, digitales Phenotyping, Glücksspiel sowie Sportwetten.
Die Vortragenden v.l.n.r.: Prof. Dr. Christian Montag, Philipp Gutmann, Mag.a Sylvia Hintersteiner, Dr.in Silke M. Müller, Dietmar Jazbinsek, Karlheinz Staudinger MSc, Prim. Priv.-Doz. Dr. Kurosch Yazdi-Zorn
Dietmar Jazbinsek, Experte im Bereich Präventionspolitik aus Berlin, widmete sich der Globalisierung des Glücksspiels und seinen Folgen. Prof. Dr. Christian Montag, Abteilung für Molekulare Psychologie am Institut für Psychologie und Pädagogik der Universität Ulm, ging der Frage nach, was digitale Fußabdrücke über mentale Zustände verraten und gab Einblicke aus der Digital-Phenotyping-Forschung. Dr. Silke M. Müller vom Kognition Center for Behavioral Addiction Research (CeBAR) der Universität Duisburg-Essen, beleuchtete die problematische Nutzung sozialer Netzwerke und gab einen Überblick über aktuelle Erkenntnisse zu affektiven und kognitiven Mechanismen. Philipp Gutmann ein internationaler Profispieler beim kompetitiven „FIFA“ sprach über Trends und Erfahrungen im Bereich des professionellen E-Gamings. Über Auswirkungen sozialer Medien auf Körperbild und Selbstwert referierte Mag.a Sylvia Hintersteiner, Psychologin an der Ambulanz für Spielsucht Linz. Karlheinz Staudinger MSc, ebenfalls von der Ambulanz für Spielsucht, zeigte auf, wieviel Gefahrenpotential in Sportwetten tatsächlich steckt. Der Veranstalter der Fachtagung, Prim. Priv.-Doz. Dr. Kurosch Yazdi-Zorn, Vorstand Klinik für Psychiatrie am Kepler Universitätsklinikum sowie Vorstand von pro mente OÖ moderierte die Fachtagung.
Wenn Sucht und weitere psychische Erkrankungen gleichzeitig auftreten, entstehen komplexe Herausforderungen für Betroffene und das Versorgungssystem. Die Fachtagung „Dual Disorders“ widmete sich diesem wichtigen Thema und setzte Impulse für eine moderne, vernetzte Behandlung.
Gemeinsam mit Sozial-Landesrat Dr. Christian Dörfel wurde in Braunau das neue vollbetreute Wohnhaus von pro mente Oberösterreich offiziell eröffnet. Die moderne, barrierefreie Einrichtung bietet 20 Menschen mit psychischen Beeinträchtigungen einen vollbetreuten Wohnplatz und somit ein Zuhause auf Lebenszeit.
25 Expert*innen aus ganz Europa, darunter Ärzt*innen, Sozialarbeiter*innen, Psycholog*innen und Pädagog*innen waren im Rahmen von „EU-PROMENS“ zu Besuch bei pro mente OÖ, um sich über aktuelle Strategien zur Stärkung der psychischen Gesundheit auszutauschen.
strada OÖ ist umgezogen! In der Anastasius-Grün-Straße 26–28 in Linz sind das User*innen-Büro, der strada Laden und das User*innen Café jetzt unter einem Dach.
Die Landespolizeidirektion Oberösterreich und das Institut Suchtprävention der pro mente OÖ erneuern nach über 20 Jahren erfolgreicher Zusammenarbeit ihre Kooperationsvereinbarung.
Am 8. November 2025 fand an der Johannes Kepler Universität Linz der 59. Linzer Psychiatrische Samstag statt. Über 400 Besucher*innen nutzten die Gelegenheit, sich über aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse, gesellschaftliche Aspekte und Perspektiven zum Thema ADHS zu informieren und auszutauschen.
Am 7. Oktober 2025 lud pro mente OÖ zum Tag der psychischen Gesundheit in den Ursulinenhof Linz. Unter dem Motto „Wie Bewegung unsere Psyche stärkt“ stand die positive Wirkung körperlicher Aktivität auf die seelische Gesundheit im Mittelpunkt.
Mit rund 300 Besucher*innen war die Veranstaltung sehr gut besucht und bot vielfältige Impulse, persönliche Einblicke und wissenschaftlich fundierte Informationen.
pro mente OÖ setzt in enger Zusammenarbeit mit dem Land Oberösterreich ein starkes Zeichen für Inklusion und Selbstbestimmung. Im Rahmen des neuen Ausbauprogramms 2026/27 entstehen weitere 200 Wohnplätze für Menschen mit Beeinträchtigung – der Schwerpunkt liegt auf „passgenauem Wohnen“. Ziel ist, Menschen jene Betreuung zu bieten, die sie individuell benötigen – mit so viel Unterstützung wie nötig und so viel Eigenständigkeit wie möglich.
Jede Woche nehmen sich in Österreich rund 25 Menschen das Leben. Anlässlich des Welttags der Suizidprävention am 10. September richtet die Krisenhilfe OÖ den Fokus auf die mitunter schwer erkennbaren Anzeichen suizidaler Krisen. So unterschiedlich die Hinweise auf Suizidalität sein können, gibt es doch eine Reihe von Warnsignalen. Wer vermutet, jemand könnte suizidale Gedanken oder Absichten hegen, sollte diese Sorge immer zur Sprache bringen. Denn es ist ein weit verbreiteter Irrglaube, dass dieses Ansprechen Menschen auf die Idee bringen könnte, sich das Leben zu nehmen – das Gegenteil ist der Fall. Ein offenes Gespräch leistet Erste Hilfe, es kann entlasten, Vertrauen schaffen und Suizide verhindern.
Körperliche Aktivität stärkt nicht nur den Körper, sondern wirkt nachweislich antidepressiv. Regelmäßige Bewegung senkt Stresshormone wie Kortisol, stabilisiert den Stoffwechsel und fördert gute Laune durch Botenstoffe wie Serotonin und Dopamin. Erfahren Sie im Interview mit Prim. Priv.-Doz. Dr. Kurosch Yazdi-Zorn, Vorstandsvorsitzender von pro mente OÖ, warum Bewegung ein zentraler Faktor für psychische Gesundheit ist.