Skip to main content Skip to page footer
Hilfe finden
2

Ich befinde mich in folgender Lebenslage:

Bitte wählen Sie zuerst einen Angebotsbereich aus.

3

Ich suche Hilfe in:

Bitte geben Sie die gewünschte Postleitzahl ein:

59. Linzer Psychiatrischer Samstag

Diagnose ADHS – Modeerscheinung oder Epidemie?

Volles Haus herrschte am Samstag, 8. November 2025, beim 59. Linzer Psychiatrischen Samstag in der Johannes Kepler Universität Linz. Über 400 Besucher*innen folgten der Einladung von pro mente OÖ und informierten sich über aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse und gesellschaftliche Perspektiven rund um das Thema ADHS.

Unter dem Titel „Diagnose ADHS – Modeerscheinung oder Epidemie?“ bot die Fachtagung ein hochkarätiges Programm mit renommierten Expert*innen. Die Vorträge beleuchteten das Thema aus unterschiedlichen Blickwinkeln – von neurobiologischen Grundlagen über genderspezifische Aspekte bis hin zu Fragen der Selbstdiagnose und Behandlung im Erwachsenenalter.

Prim. Dr. Wolfgang Wladika eröffnete den Fachtag mit einem Einblick in die Neurobiologie von ADHS und den Einsatz aufputschender Suchtmittel. Prim. Dr. Ralf Gößler zeigte in seinem Vortrag „ADHS und Gender – vergessen wir die Mädchen?“, wie sehr gesellschaftliche Rollenbilder die Diagnostik beeinflussen können.

Nach der Pause widmete sich Dr.in Paula Stehr der Rolle von Social Media und erläuterte unter dem Titel „#selbstdiagnose #stigma #selbstakzeptanz“, welche Chancen und Risiken Online-Gesundheitskommunikation birgt.

Den Abschluss bildete Prim. Priv.-Doz. DDr. Thomas Vanicek mit dem Beitrag „ADHS im Erwachsenenalter – fact or fiction?“, der sich kritisch mit Diagnosestellung und therapeutischen Möglichkeiten auseinandersetzte.

Neben den wissenschaftlichen Inputs bot der Psychiatrische Samstag auch Raum für Diskussion, Austausch und Vernetzung. Das große Interesse und die lebhaften Gespräche zeigten deutlich: Das Thema ADHS bewegt Fachwelt wie Öffentlichkeit gleichermaßen – und bleibt in seiner Komplexität herausfordernd und faszinierend.

Ein besonderer Dank gilt den Referent*innen, den Sponsoren und allen Mitwirkenden, die diesen erfolgreichen Fachtag ermöglicht haben.