Zehnjähriges Jubiläum für das Netzwerk „Gewalt – Schule – Medien“
Die digitale Welt verändert sich in rasantem Tempo – und mit ihr die Herausforderungen, denen Kinder, Jugendliche, Eltern und Pädagoginnen und Pädagogen gegenüberstehen. Künstliche Intelligenz revolutioniert Lernprozesse, soziale Netzwerke beeinflussen das Selbstbild von Jugendlichen, und Phänomene wie Netz-basierter Frauenhass erfordern neue Strategien in der Medienpädagogik. Wie können Lehrkräfte den Überblick behalten und junge Menschen kompetent in dieser komplexen digitalen Realität begleiten?
LH-Stv. Bildungslandesrätin Mag. Christine Haberlander (links im Bild) mit den Vertreter*innen des Netzwerks Gewalt-Schule-Medien: education group, Bildungsdirektion OÖ, Schulpsychologie OÖ, Saferinternet, Landeskriminalamt OÖ, Institut Suchtprävention, pro mente OÖ, KiJA OÖ (Foto: education group)
Zum 10-jährigen Jubiläum des Vernetzungstreffens “Gewalt - Schule - Medien”, das am 14. März im Festsaal des Schlossmuseums in Linz stattfand, wurde ein zentrales Zukunftsthema in den Fokus gerückt: Künstliche Intelligenz (KI) und deren Auswirkungen auf Schule, Medien und Gewaltprävention. Die Tagung beleuchtete Chancen und Herausforderungen, die KI für die Medienbildung mit sich bringt, und bot praxisorientierte Impulse für Pädagoginnen und Pädagogen. Mit dabei waren zahlreiche ExpertInnen aus den Bereichen Bildung, Medienpädagogik und Gewaltprävention, darunter u.a. unser Kollege Mag. Peter Eberle, MA mit einem Vortrag zum Thema “Digitale soziale Netzwerke, Körperbild und psychische Gesundheit”.
Mit mehr als 500 ausgebildeten Pädagoginnen und Pädagogen wurde ein starkes Netzwerk geschaffen, das an oö. Mittelschulen und Polytechnischen Schulen als kompetente Anlaufstelle für Kolleginnen und Kollegen, Eltern sowie Schülerinnen und Schüler fungiert.
Im bis auf den letzten Platz gefüllten Gemeinderatssaal des Alten Rathauses Linz stand beim Krisentalk 2026 der Krisenhilfe OÖ unter dem Titel „In der Krise Halt geben: Suizidprävention in akuten Ausnahmesituationen“ die Frage im Zentrum, wie Unterstützung gelingt, wenn Menschen in extremen Belastungssituationen keinen Ausweg mehr sehen. Die hohe Nachfrage unterstreicht die Relevanz des Formats, das sich seit 2018 von einer Veranstaltung in kleinem Rahmen zu einem zu einem publikumswirksamen fachlichen Fixpunkt entwickelt hat.
Die helpline.lehre von pro mente OÖ und der Wirtschaftskammer OÖ zieht nach einem Jahr eine positive Bilanz: Rund 220 Einsätze unterstützen Lehrlinge in schwierigen sozialen oder psychischen Situationen. Besonders wirksam ist die Kombination aus Telefonberatung, Begleitung vor Ort und weiterführender Betreuung. Frühzeitige Interventionen halfen, Lehrabbrüche zu vermeiden. Gleichzeitig zeigt sich ein steigender Bedarf, da die psychische Belastung Jugendlicher zunimmt.
Wenn Sucht und weitere psychische Erkrankungen gleichzeitig auftreten, entstehen komplexe Herausforderungen für Betroffene und das Versorgungssystem. Die Fachtagung „Dual Disorders“ widmete sich diesem wichtigen Thema und setzte Impulse für eine moderne, vernetzte Behandlung.
Gemeinsam mit Sozial-Landesrat Dr. Christian Dörfel wurde in Braunau das neue vollbetreute Wohnhaus von pro mente Oberösterreich offiziell eröffnet. Die moderne, barrierefreie Einrichtung bietet 20 Menschen mit psychischen Beeinträchtigungen einen vollbetreuten Wohnplatz und somit ein Zuhause auf Lebenszeit.
25 Expert*innen aus ganz Europa, darunter Ärzt*innen, Sozialarbeiter*innen, Psycholog*innen und Pädagog*innen waren im Rahmen von „EU-PROMENS“ zu Besuch bei pro mente OÖ, um sich über aktuelle Strategien zur Stärkung der psychischen Gesundheit auszutauschen.
strada OÖ ist umgezogen! In der Anastasius-Grün-Straße 26–28 in Linz sind das User*innen-Büro, der strada Laden und das User*innen Café jetzt unter einem Dach.
Die Landespolizeidirektion Oberösterreich und das Institut Suchtprävention der pro mente OÖ erneuern nach über 20 Jahren erfolgreicher Zusammenarbeit ihre Kooperationsvereinbarung.
Am 8. November 2025 fand an der Johannes Kepler Universität Linz der 59. Linzer Psychiatrische Samstag statt. Über 400 Besucher*innen nutzten die Gelegenheit, sich über aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse, gesellschaftliche Aspekte und Perspektiven zum Thema ADHS zu informieren und auszutauschen.
Am 7. Oktober 2025 lud pro mente OÖ zum Tag der psychischen Gesundheit in den Ursulinenhof Linz. Unter dem Motto „Wie Bewegung unsere Psyche stärkt“ stand die positive Wirkung körperlicher Aktivität auf die seelische Gesundheit im Mittelpunkt.
Mit rund 300 Besucher*innen war die Veranstaltung sehr gut besucht und bot vielfältige Impulse, persönliche Einblicke und wissenschaftlich fundierte Informationen.
pro mente OÖ setzt in enger Zusammenarbeit mit dem Land Oberösterreich ein starkes Zeichen für Inklusion und Selbstbestimmung. Im Rahmen des neuen Ausbauprogramms 2026/27 entstehen weitere 200 Wohnplätze für Menschen mit Beeinträchtigung – der Schwerpunkt liegt auf „passgenauem Wohnen“. Ziel ist, Menschen jene Betreuung zu bieten, die sie individuell benötigen – mit so viel Unterstützung wie nötig und so viel Eigenständigkeit wie möglich.