Unterstützung aus Dankbarkeit
Gerhard erzählt von Annemarie – und warum er sich entschieden hat, etwas zurückzugeben.
Gerhard* denkt oft an seine Schwester Annemarie*. An viele gemeinsame Jahre, an Herausforderungen, die ihre Leben geprägt haben, und an einen Ort, der für Annemarie schließlich mehr wurde als nur ein Platz zum Wohnen.
Annemarie lebte viele Jahre mit einer psychischen Erkrankung. Für die Familie bedeutete das Unsicherheit und immer wieder die Frage, wie ein gutes und sicheres Leben für sie aussehen kann. Lange war nicht klar, wo Annemarie wirklich passend begleitet werden könnte.
Im Wohnhaus fand sie schließlich ein Zuhause. Einen Alltag mit Struktur und Verlässlichkeit, aber auch mit Raum für Begegnung. Für Gerhard war spürbar, dass es hier nicht nur um Betreuung ging, sondern um echtes Dazugehören.
Besonders in Erinnerung geblieben sind ihm die Besuche. Gemeinsame Wege durch den Garten, kurze Gespräche auf einer Bank, Momente der Ruhe. Gerhard sah, wie Annemarie umsorgt wurde und wie wichtig dieser Ort für sie geworden war. Das Wissen, dass sie hier gut aufgehoben war, gab ihm Sicherheit.
Als Annemarie verstarb, blieb neben der Trauer vor allem Dankbarkeit. Dankbarkeit für die Zeit im Wohnhaus und für die Menschen, die seine Schwester begleitet haben. Aus diesem Gefühl heraus entschied sich Gerhard, etwas zurückzugeben. Mit seiner Spende möchte er dazu beitragen, dass auch andere Menschen einen Ort finden können, an dem sie sich angenommen und zuhause fühlen.
*Wir erzählen diese Geschichte anonym, um die Privatsphäre der beteiligten Personen zu schützen. Die Wertschätzung dahinter ist echt.